Fachwerkkirche Bluno

Bluno (sorbisch Blun) liegt dicht an der Landesgrenze zu Brandenburg, nördlich von Hoyerswerda als Teil der Gemeinde Elsterheide. Man erreicht den Ort von Hoyerswerda aus mit dem PKW über die B 97 in Richtung Spremberg und vom Abzweig Spreetal die B 156. Auf die ursprüngliche Anlage, auf einem Weideplatz im Wald, weist der Name Bluno hin. Er geht auf das niedersorbische Wort Blon "Wiesenplatz" oder "Hutung mit Bäumen" zurück.

Bildurheber: Peter Hennig

Eine der ältesten erhaltenen Fachwerkkirchen kann man in Bluno besichtigen. Kurfürst Johann George der 3. gab im September des Jahres 1670 den Kirchbau in Auftrag. Eingeweiht wurde die Kirche 1673. 100 Jahre später erhielt sie einen Turm, der mit Ausnahme des Sockels völlig aus Holz besteht.

Größtenteils ist die Kirche mit dem in dieser Gegend typische Kanzel-Altar, der "Madonna mit dem Kinde" aus dem Jahre 1480 und eine Figurengruppe aus dem 13. Jahrhundert im ursprünglichen Zustand erhalten geblieben. Auch die Bohlentür mit ihren Eisenbeschlägen und die bleigefassten Fenster sind noch original. Allerdings musste der Fachwerkbau vor Jahren durch einen 1 Meter hohen Mauerkranz, der Rings um die Kirche führt, gestützt werden.