Umgebindehaus / Umgebindeland Oberlausitz

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Es gibt einen Landstrich in der Mitte Europas, der bis heute sein einmaliges und unverwechselbares Gepräge einer Architektur zu verdanken hat: Dem Bau von Umgebindehäusern. Nirgendwo sonst in Europa blieb eine Volksbauweise in einer solchen Dichte erhalten.

Etwa 19.000 dieser denkmalgeschützten Bauten, individuell umgebaut und nach modernen Gesichtspunkten saniert, sind vielerorts Blickfang und Zentrum des dörflichen Lebens.

Wenn Sie die einzigartigen Umgebindehäuser entdecken, werden Sie auch schnell begeistert sein von dem zauberhaften Landstrich, in dem sie stehen. Denn das Umgebindeland mit seinen detailreich verzierten Häusern, das ist auch und vor allem ein Stück Lebensgefühl.

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Dort, wo die Oberlausitz, Nordböhmen und Niederschlesien aneinander treffen und ein Dreiländereck bilden. Eingebettet von Bergen, Flüssen und Tälern.


Die Oberlausitz und Nordböhmen wurden vor etwa 900 Jahren durch Deutsche, Tschechen, Sorben und in Nordböhmen durch Roma besiedelt. Die vorherrschenden Wirtschaftszweige waren die Textil- und Glaserzeugung sowie die Landwirtschaft.

Die Bauweise der Slawen war die Blockbauweise.

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Im 10. Jahrhundert begann die Ostexpansion und die Germanen (Thüringer, Franken und Flamen) besiedelten das Land. Sie erbauten ihre Häuser in der Fachwerkbauweise.

Die Entwicklung des Umgebindehauses als Mischform beider Bauweisen konnte beginnen. Erstmals erwähnt wurde die Bauweise 1580 am "Hirtenhaus" in Friedland. Der Entwicklungsbeginn der Umgebindehäuser wird auf das 15. Jahrhundert datiert.


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