Priesterhäuser

Die Priesterhäuser in Zwickau: Ein einzigartiger Spiegel der Geschichte und der Baukunst.

Bildurheber: Wolfgang Buttkus



Am Domhof 5 – 8 als letzte Häuserzeile der mittelalterlichen Bebauung um den Dom St. Marien sind die Priesterhäuser angesiedelt. Die ursprünglich 12 Häuser große Gruppe wurden für die geistlichen und anderen Bediensteten der gegenüberliegenden Marienkirche gebaut. Die Baustubstanz reicht bis ins 13. Jahrhundert zurück, so daß die vier noch bestehenden heute restaurierten Häuser zu den ältesten erhaltenen Wohnbauten Sachsens zählen. Die im Haus Domhof 7 durchgeführten Untersuchungen der verwendeten Holzbauteile (Dendrochronologie) der Decke ergaben Fälldaten von 1237 bis 1264.

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Die Priesterhäuser wurden nicht als Wohnbauten im bürgerlichen Sinne benutzt, sie dienten bis zur Reformation als Amtswohnungen der niederen Weltgeistlichkeit (Priesterschaft) der Marienkirche. Ab dem 15. Jahrhundert wohnten neben Geistlichen auch Bedienstete des Schulwesens sowie Glöckner und Organisten in den Häusern. Eines war allen Bewohnern der Priesterhäuser gemeinsam: Sie waren gebildete Menschen, die entscheidend zur Kulturentwicklung der Stadt Zwickau beitrugen.

Im Jahre 1880 gingen die Häuser von kirchlichem in städtischen Besitz über.

Ende des 19. Jahrhunderts mußte die Mehrzahl der »Geistlichen oder Priesterhäuser« einer Neubebauung weichen.


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