Frau Benthins eigentlicher Berufswunsch und großer Traum war, Modedesignerin zu werden.
Unglücklicherweise wurde sie schlecht beraten und schlug einen der so häufigen merkwürdigen DDR-Berufswege ein.
Sie lernte Textilfacharbeiterin, war aber hauptsächlich in eher artfremden Tätigkeiten wie Kranfahren und Schweißen beschäftigt.
Nach der Wende kamen weitere Erfahrungen als Naturwacht-Assistentin im Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin, Alpaka-Züchterin und Tagesmutter hinzu.
Solche Einflüsse spiegeln sich auch in ihren künstlerischen Arbeiten wider. Diese sind vorwiegend Holzplastiken, die sie meist als Auftragsarbeiten anfertigt.
Ihre handwerklich-praktischen Fähigkeiten helfen ihr dabei, aus Baumstämmen Figuren, Gebrauchs-Gegenstände oder Tiere zu fertigen. Wichtig ist ihr, dass die Kunst im Alltag stattfindet, dass also die Dinge, die man täglich benutzt, einen künstlerischen Wert bzw. umgekehrt, Kunstgegenstände durchaus auch einen praktischen Nutzen haben sollten.
Eine andere künstlerische Leidenschaft ist die Aufbaukeramik in ländlich-romantischer Form, die sie aber zur Zeit mangels eines Brennofens nicht ausleben kann.
Verschiedene Arbeiten sind auf ihrem wunderschönen Anwesen zu besichtigen. Die meisten anderen sind im Besitz der Auftraggeber.
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Text: Frank Preuß city-map Uckermark
Bilder: Liane Benthin und Frank Preuß