Das Ahrtal

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Das Ahrtal

In Blankenheim (Kreis Euskirchen) liegt die Quelle der Ahr. Sie entspringt im Keller eines Fachwerkhauses. Eine durchschnittliche Schüttung von 12 Litern pro Sekunde hat die Quelle. Sie ist einer der Rhein-Zuflüsse. Die Ahr verläuft in westöstlicher Richtung. Durch den Fluss bekommt das Ahrtal seinen Namen. Es wird in drei Abschnitte untergliedert.

Das obere Ahrtal ist der Ursprungsort. Von der Quelle aus fließt ein kleiner Bachlauf durch hügeliges Gelände. Wiesen und Wälder prägen die Landschaft. Ab der Ortschaft Ahrhütte (welche noch zu Blankenheim gehört) wird das Tal schmaler als zu Beginn. Das Flüsschen pflegt sich ein in Hügel, rechts und links zum Uferrand. Von Ahrhütte aus, einen Kilometer weiter, erreicht die Ahr ihren südlichsten Punkt, fast identisch zur Landesgrenze zwischen Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz. Das malerische Örtchen Dorsel ist das Erste, welches im Ahrtal auf rheinlandpfälzischem Boden erbaut wurde. Von Dorsel über Müsch und Antweiler bis nach Fuchshofen verläuft der Fluss in nördlicher Richtung. In östlicher Richtung verläuft der Fluss ab Schuld bis nach Dümpelfeld. Dort mündet auch der aus Süden zufließende Adenauer Bach. Von dort aus nach Osten fließend verlässt sie die Verbandsgemeinde Adenau und erreicht dann Liers, die Verbandsgemeinde Altenahr und geht somit in das Mittelahrgebiet über.

Ab der Verbandsgemeinde Altenahr verläuft das Tal bis nach Altenahr noch nordöstlich. Nach Ahrbrück verläuft die Ahr parallel zur Ahrtalbahn. Diese begleitet den Fluss bis zur Mündung in den Rhein. Hinter Altenahr befindet sich die größte Ahrschleife, die aufgrund Flora und Fauna unter Naturschutz steht. Die Umgebung verändert sich. Steile Berghänge, schluchtartiges Tal, die Ahr schlängelt sich durch das Ahrgebirge. Ab Reimerzhoven wir auf der Südseite, an den Südhängen Wein angebaut. Im weiteren Verlauf durchläuft die Ahr einige bekannte Weinorte. Unter anderem Rech, Dernau und Marienthal. Die Bunte Kuh ist ein Felsvorsprung welcher fast bis an die Ahr reicht und Straße und Schienen gleichermaßen platzmäßig sehr einschränkt. Dies ist auch die engste Stelle des Ahrtals. Das untere Ahrtal beginnt in Walporzheim. Landschaftlich wird das Tal hier sehr weit. Wein wird auch hier weiterhin angebaut. Nach Walporzheim folgen die Orte Bad Neuenahr, Heppingen und Heimersheim. Dort endet auch der Weinbau. Von Sinzig aus mündet die Ahr nach ca. 1,5 km in den Rhein. Sie steht unter Naturschutz, da es sich um eine der wenigen natürlichen Flussmündungen in den Rhein handelt.

Wirtschaftlich spielt der Weinanbau eine große Rolle. Von Anfang September bis Ende Oktober finden in den einzelnen Weinorten Weinfeste statt. Ebenfalls durch Mineralwasser wird das Gebiet bekannt, so macht die Apollinarisquelle Bad Neuenahr zur Kurstadt.

Zur den verschiedenen Sehenswürdigkeiten und Ausflugszielen zählen der Rotweinwanderweg, der Ahr-Radweg, die Römervilla und der Bunker. Der Rotweinwanderweg führt durch die Weinberge von Altenahr bis nach Bad Neuenahr-Ahweiler. Der Radweg hat eine geringe Steigung und führt meistens an der Ahr entlang. Die Römervilla liegt am Rotweinwanderweg und ist eine Ausgrabung römischer Siedlungsreste. Die Ahrtalbrücke, über welche die A 61 führt, wurde 1975 erbaut. Sie fällt auf durch ihre 50 m hohen Betonpfeilern und ist 1,5 km lang. Der Regierungsbunker wurde als sicherer Ort für die zentralen Bundesorgane im Krieg vorgesehen und erstreckt sich unter den Weinbergen von Dernau bis Bad Neuenahr-Ahrweiler und wurde im März 2008 als Dokumentationsstätte zugängig gemacht.