Baden

Bildurheber: Tod Rees

Baden ist ein Kurort im Niederösterreich und die Hauptstadt des Bezirks Baden. Sie liegt etwa 26 Kilometer südlich von Wien, häufig wird der Name als Baden bei Wien angegeben. Dieser Name ist nicht offiziell, jedoch kann man somit "Baden bei Wien" mit anderen Städten mit dem gleichen Namen unterscheiden (z.B. Baden, Schweiz).

Baden liegt an der Mündung des romantischen Helenentals, im Wienerwald-Gebirgszug. Baden ist ein beliebter Urlaubsort der wohlhabenden Einwohner von Wien. Baden besitzt ein Kurhaus, fünfzehn Bade-Einrichtungen, eine Pfarrkirche im spätgotischen Stil, und ein Rathaus, welches Archiv enthält. Die warmen Bäder, woher Baden ihren Namen bekam, enthalten als Hauptbestandteil Sulfat-Kalk und sie haben eine Temperatur von 22 °C bis 36 °C. Sie erheben sich zum größten Teil am Fuße des Calvarienberg (1070 m), welcher aus Kalkstein und Dolomit besteht und meist zum Baden genutzt wird. Baden ist von etwa 120 Weinbergen umgeben und hat rund 70 Heurigen.

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Die Berühmtheit der Stadt bzw. des Bezirkes Baden stammt aus den Tagen der Römer. Die Siedlung wurde als Padun in einer Urkunde erwähnt und Baden erhielt Stadtrechte im Jahre 1480. Obwohl Baden zu verschiedenen Zeiten von Ungarn und Türken besetzt wurde, blühte es bald wieder als eigenständige Stadt auf. Mehrere Mitglieder der österreichischen kaiserlichen Familie hatten Baden zu ihrer Sommerresidenz gemacht und bauten hier üppige Villen. Vor allem Kaiser Franz Joseph von Österreich war ein häufiger Gast in Baden.

Baden Synagoge:
Nachdem die Stadt im Jahr 1812 von einem Brand verwüstet wurde, baute man Baden in einem Biedermeier-Stil nach Plänen von Architekt Joseph Kornhäusel um. Somit wird baden daher manchmal auch als Biedermeierstadt bezeichnet.
Im Ersten Weltkrieg war Baden vorübergehend der Sitz des Oberkommandos der österreichisch-ungarischen Armee. Die Eröffnung des Casinos im Jahr 1934 machte schließlich die Stadt zum wichtigsten Kurort in Österreich. Nach dem Zweiten Weltkrieg diente Baden als Hauptquartier der sowjetischen Truppen innerhalb von Allied.

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Die Stadt bietet zahlreiche Parks (Kurpark, Doblhoffpark mit Rosarium und Denkmal für Rudolf Geschwind, Weikersdorfer Park) und eine wunderschöne Umgebung. Das beliebtesteNaturdenkmal in Baden ist das Helental. Das Tal beginnt in Mayerling und endet in Baden. Nicht weit von Baden befindet sich ein weitverbreitetes Aquädukt der Wiener Wasserwerke. Am Eingang liegen am rechten Ufer des Flusses die Ruinen des Schlosses Rauheneck aus dem 12. Jahrhunderts. Und am Fuße liegt das Schloss Weilburg, welches zwischen 1820 und 182 von Erzherzog Karl von Österreich, der Sieger der Schlacht von Aspern, erbaut wurde. Auf dem linken Ufer, direkt gegenüber, steht die Ruine der Burg Rauhenstein, auch aus dem 12. Jahrhundert.
Nord-westlich von baden befindet sich Alland, wo eine Straße zu dem alten und gut erhaltenen Stift Heiligenkreuz führt. Es besitzt eine Kirche im romanischen Stil aus dem 11. Jahrhundert mit schönem Kreuzgang. Dort befinden sich die Gräber von mehreren Mitgliedern der Familie der Babenberger.
Der höchste Punkt in der Nähe von Baden ist der Gipfel des Hohen Lindkogel (2825 m), im Volksmund wird der Gipfel als Eisernes Tor bezeichnet. Dieser kann in etwa drei Stunden bestiegen werden.

Der Komponist Ludwig van Beethoven verbrachte einige Zeiten in Baden und viele seiner Residenzen können noch heute besichtigt werden. Adressen enthalten Antonsgasse 4, Breitnerstrasse 26, Frauengasse 10, Johannesbadgasse 12, Kaiser-Franz-Ring 9, Rathausgasse 10 (ein Museum für die Öffentlichkeit zugänglich), und Weilburgstrasse 13.

Das Stadttheater Baden, 1909 von Ferdinand Fellner gebaut, zeigt vor allem Operettenaufführungen.

Kontakt: Gemeinde Baden
Hauptplatz 1
2500 Baden
www.baden-bei-wien.at