Zühlsdorf - Straßendorf im Grünen

Bildurheber: Stadtmagazinverlag AS

Wer auf dem Weg nach Wandlitz ist, hat den Ort Zühlsdorf schnell durchfahren - für manche zu schnell, denn ein kurzer Stopp lohnt sich auf jeden Fall. Zühlsdorf liegt praktisch mitten im Wald und lädt regelrecht zu einer Wanderung ein. Umringt von den dichten Wäldern liegen einige weitflächige saftige Wiesen, auf der zum Beispiel auch der Schwarzstorch oder sogar Eisvögel zu beobachten sind.
Der Ort wurde, wie viele, erstmals durch das Landbuch Kaiser Karl des IV. im Jahre 1375 erwähnt. Mittelpunkt des sehr lang gezogenen Ortes ist die Dorfkirche, ein rechteckiger Putzbau mit quadratischem Westturm, der im Jahre 1910 neu errichtet wurde. Ein anderer wichtiger Punkt für Zühlsdorf ist der Bahnhof. Im Ortsteil Zühlsdorf hält die Regionalbahnlinie RB27 an der gleichnamigen Station der "Heidekrautbahn".
Interessant ist, dass zum Ort Zühlsdorf einige kleinere Gemeindeteile gehören, wie zum Beispiel Zühlslake oder Fuchswinkel. Wodurch der Ort bedeutend und bekannt wurde, lässt sich übrigens auch an den Straßennamen erkennen. Eine der wichtigsten Einnahmequellen für den Ort war der Mühlenbetrieb. Es wurden Getreide- und Sägemühlen betrieben. Aus dieser längst vergangenen Zeit stammt die alte Sägemühle in der Mühlenstraße. Heute ist Zühlsdorf vor allem als attraktiver Wohnort und für die Naherholung wichtig. Zühlsdorf liegt in der Nähe des besonders sauberen Rahmersees und des Lubowsees. In der Dorfmitte steht als Zeugnis aus der Erdgeschichte ein tonnenschwerer Findling, der bei der Feldarbeit gefunden wurde.
Mit dem am 26. Oktober 2003 erfolgten freiwilligen Zusammenschluss der bis dahin selbstständigen Gemeinden Mühlenbeck, Schildow, Schönfließ und Zühlsdorf zur Gemeinde Mühlenbecker Land verlor auch Zühlsdorf seine Eigenständigkeit.



Die Bilder + Inhalte dieser Seite wurden uns freundlicher Weise vom
Stadtmagazinverlag AS GmbH
zur Verfügung gestellt.
Fotonachweis: Stadtmagazinverlag AS