Stockach

Die Frage, woher einem der Name Stockach bekannt sei, wird in der Regel kurz beantwortet. „Aus dem Fernsehen natürlich“. Das ist kein Wunder. Schließlich gilt die 17.000 Einwohner zählende Gemeinde am Nordwestufer des Bodensees als Hochburg der alemannischen Fasnacht. Alljährlich, jeweils am sogenannten „Schmutzigen Donnerstag“ wird ein prominenter deutscher Politiker vor das Hohe Grobgünstige Narrengericht zitiert. Und ebenso regelmäßig ist die Verhandlung bundesweit im Abendprogramm zu verfolgen. So kommt Stockach in deutsche Wohnstuben.

Das Recht, einem Politiker nach allen Regeln der juristischen Kunst ordentlich die Meinung zu geigen, geht immerhin auf das Jahr 1351 zurück, als der Hofnarr Kuony von Stockach sich ein entsprechendes Privileg vom habsburgischen Herzog Albrecht zusichern ließ. Eigentlich hatte die Angelegenheit ja mehr mit dem Versuch zu tun, sich dem Status einer Freien Reichsstadt anzunähern. Dazu kam es jedoch nie und so verwandelte sich bürgerlicher Anspruch im Lauf der Jahrhunderte in närrisches Recht.

Die Stockacher Fasnacht findet freilich so früh im Jahr statt, dass nicht jeder Urlaubswillige sich an die dann noch nebligen Ufer des Bodensees hingezogen fühlt. Zwar kommen zu diesem fasnächtlichen Top-Ereignis Besucher aus ganz Deutschland nach Stockach, aber selbst eingefleischte Narren müssen zugeben, dass ein sonniger See weitaus mehr Urlaubsgefühl vermittelt. Das allerdings schon zur Baumblüte im späten April, wenn das Blau des Wassers, das frische Grün der Wiesen und das Weiß der Bäume zum ersten Farbenrausch des Jahres geraten. Und es geht weiter bis in den späten Herbst, wenn sich das Rot des Laubs in den Weinbergen am Seeufer mit den ersten Frühnebeln zur Zauberlandschaft vermischt.

Stockach liegt verkehrstechnisch so günstig, dass sich all diese emotionalen Momente leicht erleben und erreichen lassen. Anfragen wegen der Anreise werden in der Stockacher Tourist-Info gerne mit dem Satz beantwortet: „Immer nach Süden auf der A 98 und wenn die zu Ende ist, dann befindet man sich in Stockach“. Der Flughafen Friedrichshafen liegt nicht weit und über eine jeweils halbstündige Bahnanbindung verfügt Stockach ebenfalls. Von der historischen Altstadt bis zum See hinunter sind es vier Kilometer, die zu Fuß über ein gut ausgeschildertes Wegenetz zu erreichen sind. Radfahrern werden gleich zwei Radweg-Alternativen in Richtung Wasser angeboten. Übrigens: der Jakobsweg mit komplett ausgearbeiteter Route führt gleichfalls durch Stockach.

Wer die Insel Mainau, den Säntis, den Rheinfall, Meersburg oder die Bregenzer Festspiele besuchen will: Stockach gilt als günstiger Ausgangsort aller Urlaubsvergnügen. Die Züricher Bahnhofstraße liegt per Autobahn etwas mehr als eine Stunde entfernt. Wer einen Tag ohne Bodensee auskommen will, hat mit der Vulkanlandschaft des Hegaus, den Felsen des Donautales oder den Wäldern des Schwarzwalds wunderbare Alternativen, die alle von Stockach aus leicht zu erfahren oder zu erwandern sind.

Stockach selbst bietet Ruhe und Erholung. Sehenswert sind die Heidenhöhlen oberhalb des Ortsteils Zizenhausen, die sich hervorragend mit einer Wanderung auf einem der Stockacher Quellerlebniswege verbinden lassen.

Hotelerie, Gastronomie, Ferienwohnungen, Privatzimmer, Zeltplätze, „Wohnmobil-Hafen“: wie man seinen Urlaub in Stockach verbringen will, bleibt der persönlichen Vorliebe überlassen.

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Tourist-Information
Im Alten Forstamt
78333 Stockach
Salmannsweilerstraße 1
Telefon: 07771 802300
Fax: 07771 802311
E-mail: tourist-info@stockach.de
Internet: www.stockach.de