Pretzschendorf

Bildurheber: Studio S · Fotograf in Dresden

Die Gemeinde Pretzschendorf liegt zwischen dem Tharandter Wald und dem Osterzgebirge ca. 24 Kilometer südlich von Dresden.Neben Pretzschendorf gehören noch die Ortsteile Colmnitz, Friedersdorf, Klingenberg und Röthenbach zur Gemeinde.Geschichte
Erstmalig erwähnt wurde Pretzschendorf 1337.
1539 wurde das erste kirchliche Schulhaus in Pretzschendorf errichtet. Das Schulwesen an sich gab es aber bereit 1520 in Pretzschendorf.
1552 Begann der Bergbau in Pretzschendorf und Röthenbach aufzublühen.
1631/32 und 1680 starben 762 bzw. 175 Einwohner an der Pest.
Nachdem der Räuberhauptmann Lips Tullian und seine Horden 1704 in die alte Kirche eingebrochen waren, wurde 1732 bis 1734 die neue Kirche errichtet.
1762 wurde das preußische Hauptquartier nach Pretzschendorf verlegt. Beim Abzug der Truppen blieben Kesselpauken zurück, welche noch heute in der Kirche hängen.
1897 wurde Pretzschendorf von einem Hochwasser verwüstet.Colmnitz wurde 1348 erstmals erwähnt.
Auch hier starben 1632/33 fast 1000 Einwohner an der Pest.
1898 wurde die Kleinbahnlinie Klingenberg/Colmnitz – Frauenstein eingeweiht.
1909 gab es die erste elektrische Beleuchtung in Colmnitz.Friedersdorf wurde erst 1630 erwähnt.
1847 litten die Einwohner aufgrund hoher Kornpreise an Hungersnot.
1879 wanderten 31 Einwohner nach Nordamerika aus.
1898 erhielt Friedersdorf eine eigene Haltestelle an der Schmalspurbahn Klingenberg – Frauenstein, welche aber 1971 außer Betrieb genommen wurde.1351 wurde Klingenberg erstmals urkundlich erwähnt.
Während des Dreißigjährigen Krieges entbrach ein Feuer in Klingenberg. 1716 wütet ein weiteres Großfeuer und vernichtet fast das ganze Dorf.
1862 wurde der Bahnhof Klingenberg-Colmnitz errichtet und die Eisenbahnlinie gebaut.
1897/98 wurde die Kleinbahnlinie gebaut.
1909 bis 1914 errichtete man die Talsperre Klingenberg mit einer 42 Meter hohen Staumauer.Röthenbach wurde bereits 1336 erstmals erwähnt.
Ab 1552 betrieb man Bergbau in Pretzschendorf und Röthenbach. 1840 bis 1860 war der Bergbauerbstollen "Gelobtland" lebhaft in Betrieb.Die Gemeinden Pretzschendorf, Röthenbach und Friedersdorf schlossen sich 1889 zu einem Gemeindeverband zusammen.
Am 1. Januar 1999 bildeten dann alle 5 Gemeinden aufgrund der Gemeindegebietsreform die Gemeinde Pretzschendorf.

Bildurheber: Studio S · Fotograf in Dresden


Sehenswürdigkeiten
Sehenswert in Pretzschendorf ist die barocke evangelische Predigerkirche von 1733/34.
Pretzschendorf bietet außerdem ein Erlebnis-Freibad, welches 1994 saniert und neu gestaltet wurde.
Außerdem gibt es einen Ultraleichtflugplatz, von dem aus man Rundflüge über die Region starten kann.
Das Stracoland Colmnitz bietet erlebnisreiche Einblicke in das erzgebirgische Kunsthandwerk. Die Schauwerkstatt zeigt die Fertigungstechniken und man kann die Vielzahl an ergebirgischer Volkskunst entdecken.
Ebenfalls in Colmnitz befindet sich der Naturerlebnishof „Weideland“ mit Bauern- und Kräutergarten sowie einem Tiergehege mit verschiedenen Haustierrassen und Wildschweinen. Den Grillplatz beim Rast- und Spielplatz kann man nach Voranmeldung nutzen.
Das 23 Meter hohe und 147 Meter lange Eisenbahnviadukt ist ein Wahrzeichen von Colmnitz.Die Staumauer der Talsperre Klingenberg ist 46 Meter hoch und 312 Meter lang. Der Trinkwasserstausee fasst 16,7 Millionen Kubikmeter Wasser und ist ca. 4 Meter lang. Zum Bau der Talsperre wurde eine Eisenbahnstrecke errichtet. Damit die Bahn den 18 m tiefen "Langen Grund" überqueren konnte wurde 1910/11 die Streichholzbrücke mit einmaliger Konstruktion gebaut. Die Holzbrücke wurde aber abgerissen und 1924 aus Eisenbeton neugebaut.
Das Dammwildgehege Klingenberg wurde 1988 angelegt. Es umfasst heute etwa 120 Jung-  und Alttiere.

Bildurheber: Studio S · Fotograf in Dresden