Postplatz Dresden

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Der Postplatz, zentral gelegen in der Inneren Altstadt von Dresden unweit des Zwingers, gehört als bedeutsamer Verkehrsknotenpunkt des öffentlichen Personennahverkehrs zu den wichtigen Plätzen der Landeshauptstadt Dresden.

Sophienstraße, Wilsdruffer Straße, Wallstraße, Marienstraße, Annenstraße, Schweriner Straße und Ostra-Allee münden sternförmig in den Postplatz ein. Heute verkehren hier die Straßenbahnlinien 1, 2, 4, 8, 9, 11 und 12 sowie die Buslinien 62, 75 und 94 der Dresdner Verkehrsbetriebe.

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Bis auf einen Service-Pavillon der Dresdner Verkehrsbetriebe ist der Platz unbebaut. In der näheren Umgebung befinden sich das Dresdner Schauspielhaus, das Kronentor des Zwingers sowie der Zwingerteich. Der im Jahre 1891 vom Postplatz verlegte Cholerabrunnen liegt zwischen Zwinger und Taschenbergpalais. Das sogenannte Lindehaus mit der charakteristischen Linde-Leuchtreklame musste 2009 dem Erweiterungsbau der Altmarktgalerie weichen. Vom Gebäude der Hauptpost, welches durch die Luftangriffe 1945 zerstört wurde, sind heute noch die Grundmauern im südwestlichen Bereich des Platzes erhalten. Weiter westlich befindet sich die Fernmeldezentrale der Deutschen Post.

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Ursprünglich befand sich an der Stelle des heutigen Postplatzes eines der Haupttore der früheren Dresdner Befestigungsanlagen. Dieses bis ins 19. Jahrhundert bestehende Tor hatte den Namen Wilsdruffer Tor, dahinter erstreckte sich die Wilsdruffer Vorstadt.
Das im Westen gelegene Hauptpostamt war ausschlaggebend für die Namensfindung des Platzes. So erhielt die Flache 1865 den Namen Postplatz. 30 Jahre besaß der Platz sechs Straßenbahntrassen.

Die ersten Gedanken zur Umgestaltung des Platzes in der Nachwendezeit nahmen 1991 durch einen Städtebaulichen Ideenwettbewerb zur Umgestaltung des Postplatzes konkrete Formen an. Auf Grund anderer vorrangiger Baumaßnahmen wurden die Konzepte des Gewinners (Architekturbüro Prof. Joachim Schürmann und Partner aus Köln) erst mehrere Jahre später weiterentwickelt.

Ab Mitte 2005 wurde der Postplatz großräumig umgebaut, die Haltepunkte der Straßenbahnen wurden zu vier teilweise überdachten Haltepunkten zusammengefasst. 2008 entstand der sogenannte Wilsdruffer Kubus. Gemäß dem Leitbild der Innenstadtbebauung wurde größtenteils auf Grün- und Baumflächen verzichtet. Zur Verbesserung des Stadtklimas entstanden 2009 etwa 500 m² Grünfläche auf dem Pflaster des Postplatzes.