Olympisches Dorf von 1936

Bildurheber: Historia-Elstal e.V.

Wenige Kilometer von der westlichen Stadtgrenze Berlins entfernt, befindet sich noch heute in Elstal im Havelland das einstige Olympische Dorf der XI. Olympischen Sommerspiele 1936.

Die Anlage hat eine bewegte Geschichte hinter sich:
Die Entscheidung für Berlin als Austragungsort der XI. Olympischen Spiele 1936 fiel am
13.05.1931.

Das Olympische Dorf, in dem die Athleten während der Spiele vom 1. bis 16. August 1936 untergebracht werden sollten, wollte man als erholsame Oase, fernab des Trubels, gestalten. Die Planungsleitung übertrug man dem Architekten Werner March, der schon für das Reichssportfeld und das Olympiastadion beauftragt worden war. Am 07.11.1933 fiel die Entscheidung, auf einem 550.000 m² großen Gelände im Elsgrund das Olympische Dorf zu bauen. In weniger als 2 Jahren entstanden auf der großen Fläche rund 150 Gebäude, Empfangs- und Wirtschaftsgebäude, Sportlerunterkünfte, ein Sportplatz mit Fußballfeld, Laufbahn sowie einer Sport- und einer Schwimmhalle.

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Rund 4.000 Athleten aus über 50 Nationen nahmen an den XI. Olympischen Sommerspielen teil. Fast alle männlichen Sportler wohnten während der Spiele dort und trainierten in den Wettkampfstätten des Dorfes in ihren Disziplinen. Ein Athletenname steht stellvertretend für die damals gezeigten sportlichen Höchstleistungen aller Olympiateilnehmer - der US-Amerikaner Jesse Owens.

Nach den Olympischen Spielen diente das Gelände als Olympia-Lazarett Döberitz und bis 1945 als Heeres-Infanterieschule. Danach wurde bis 1992 das gesamte Areal von der sowjetischen bzw. russischen Armee genutzt.

Fast sieben Jahrzehnte nach der Sommerolympiade und der späteren Nutzung als Wohnort für Offiziere der russischen Streitkräfte und deren Familien, öffnete im Jahre 2004 das Olympische Dorf wieder seine Tore.

In historischen Führungen kann das Gelände mit den einmaligen architektonischen Bauwerken wie bspw. das Speisehaus der Nationen und die Sporthalle besichtigt werden.

Führungen werden regulär durch die DKB Stiftung für gesellschaftliches Engagement (Eigentümerin) angeboten. In geringem Umfang sind auch Führungen, z.B. für Gruppen, durch Zeitzeugen der Historia Elstal e.V. möglich.

Anmeldungen für Gruppenführungen durch Zeitzeugen der Historia-Elstal e.V.
erbitten wir unter:
Tel.: 033 234 - 862 77
FAX 033 234 - 862 79
oder per E-Mail an: info@historia-elstal.de
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