Oedheim stellt sich vor

Oedheim ist eine Gemeinde im Landkreis Heilbronn, Baden-Württemberg. Sie gehört zur Randzone von Stuttgart.

Oedheim besteht aus den Ortsteilen Oedheim und Degmarn.

Es leben fast 6.000 Menschen hier.

Bild: K.Jähne@wikimedia.org CC BY-SA 3.0

Die frühesten Siedlungsspuren aus der Umgebung von Oedheim datieren in die Jungsteinzeit. Auch aus der Bronzezeit und der Zeit der Kelten wurden auf der Oedheimer Gemarkung Funde geborgen.

Der Ort fiel 1806 durch die Mediatisierung des Ordensgebietes an das Königreich Württemberg, wo der Ort zum Oberamt Neckarsulm kam. 1851 kamen Willenbach und Lautenbach als Teilgemeinden zu Oedheim. Ab der Mitte des 19. Jahrhunderts wanderten zahlreiche Oedheimer von dem rein landwirtschaftlich geprägten Ort ins Ausland aus.

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1937 richtete die Luftwaffe südlich des Orts einen Fliegerhorst ein, von dem aus im Zweiten Weltkrieg Angriffe gegen Frankreich geflogen wurden. In den letzten Kriegstagen wurde der Ort durch Kampfhandlungen zwischen Einheiten der 7. US-Armee und im Ort verschanzter Truppen der Waffen-SS schwer beschädigt. Insgesamt lag der Ort zehn Tage im Artilleriefeuer und erlitt zudem einen Luftangriff. Etwa die Hälfte der Bebauung, etwa 120 Gebäude, wurden dabei zerstört. 35 Einwohner verloren bei den Kämpfen ihr Leben. Am 14. April 1945 konnten die Amerikaner den Ort besetzen. 1939 wurden 2058 Einwohner gezählt, Ende 1945 waren es 2242.

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Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden ab 1946 zwischen 500 und 600 Heimatvertriebene in Oedheim angesiedelt, außerdem ließen sich auch verstärkt Ausländer am Ort nieder. Oedheim wandelte sich von einem bäuerlich geprägten Ort zu einem Wohnort für Pendler in die umliegenden, von Industrie und Gewerbe geprägten Orte Neckarsulm, Heilbronn und Bad Friedrichshall. In Oedheim selbst haben sich Industrie und Gewerbe nur in sehr beschränktem Maße angesiedelt. Am 1. Juli 1971 wurde Degmarn nach Oedheim eingemeindet.