Nachwuchs im Allwetterzoo

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August, der Grauwolf, ist rund eineinhalb Jahre alt. Er wurde im Nationalpark Bayerischer Wald geboren. In Münster komplettiert er das Wolfsrudel, das bislang nur aus weiblichen Tieren bestand. Die ersten Tage nach seiner Ankunft verbrachte August im Wolfshaus, um sich einzugewöhnen. Dann durfte er in die große Freianlage, zeigte sich aber anfangs nur selten. Seit ein paar Tagen sieht man ihn öfter. „August ist ein Stoiker“, sagt Alexander Dietrich, der stellvertretende Revierleiter. „Er wartet gelassen ab, was so passiert. Andere Tiere werden in neuer Umgebung nervös, doch er liegt nur ruhig da und schaut, was auf ihn zukommt“. So geht er wohl auch mit seinen Mitbewohnerinnen in der Wolfsanlage um: Ihre Wege kreuzen sich, aber man hält Distanz. Ändern wird sich das vermutlich im März, wenn für die Wölfe die Ranzzeit beginnt. Eine der Wölfinnen wird dann hoffentlich von August gedeckt, damit es auch in Münster wieder Nachwuchs bei den Grauwölfen gibt.

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„Giraffen-Sonntagskind“ im Allwetterzoo Münster: Makena wurde am 19. Juni 2011 Mutter eines Bullkalbes!

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Am 19. Juni kam bei den Netzgiraffen im Allwetterzoo Münster das erwartete Kalb auf die Welt! Etwa um 3 Uhr in der Nacht wurde die fünfjährige „Makena“ Mutter eines gesunden Bullkalbes – die Geburt wurde von einer eigens installierten Überwachungskamera aufgezeichnet. Für Revierleiter Ferdi Heinemann war es eine wunderschöne Überraschung, als er das Kalb zu Dienstbeginn um 8 Uhr in „Makenas“ dick mit Stroh gepolstertem Gehege vorfand. Es schien etwas schwach, deshalb stellte der vertraute Tierpfleger die kleine Giraffe gemeinsam mit einem Kollegen auf die Beine! Das war nur möglich, weil die Giraffen im Allwetterzoo den unmittelbaren Umgang mit ihren sehr ruhigen Pflegern gewöhnt sind. Am Mittag hat das Kalb dann erstmals kräftig getrunken. Es entwickelt sich gut, doch „Makena“ wird nervös, wenn zu viele fremde Menschen im Giraffenhaus sind.

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Kammfinger und Krümelmonster: Nachwuchs im Allwetterzoo Münster „Oh, wie niedlich!“ Diesen Kommentar hört man im Allwetterzoo häufig vor dem Terrarium der Gundis. Bei einem raschen Blick auf das Tierschild erfährt der neugierige Besucher, dass die hübschen Tiere aus dem nördlichen Afrika stammen und auch „Kammfinger“ genannt werden. Sie haben Borstenkämme an den Zehen ihrer Hinterfüße, mit denen sie ihr Fell pflegen. Gundis sind an das Leben in trockenen Gebieten mit Hitze am Tag und Kälte in der Nacht gut angepasst. Ihr weiches dichtes Fell schützt und wärmt die kleinen Nagetiere. In Zoos sind Gundis sehr selten zu sehen. 1995 kamen die ersten Tiere in den Aquazoo Düsseldorf. Dort gelingt die komplizierte Zucht der Tiere seitdem gut, so dass inzwischen Tiere abgegeben werden. Im Allwetterzoo sind seit 2009 Gundis aus der Düsseldorfer Zucht zu sehen. Die seinerzeit umgesiedelten Tiere kehrten nun wieder in ihren Heimatzoo am Rhein zurück, sie wollten sich in Münster partout nicht vermehren. Weil der Allwetterzoo sich aber an der Zucht der afrikanischen Nagetiere beteiligen will, trafen aus dem Aquazoo nun neue Gundis in Münster ein: Vater, Mutter und drei im März geborene Jungtiere. Besucher und Pfleger haben ihre helle Freude an der kleinen Familie. Die Tiere sind nicht nur hübsch, sondern auch zutraulich. Sie dösen in aller Ruhe unter der Wärmelampe, selbst wenn ihre Anlage sauber gemacht wird. Die Vorgänger indes hatten sich immer ruck-zuck versteckt… Ebenso hübsch wie die kleinen Gundis sind die Küken der Bartkäuze. Scheinbar ohne Hals, mit riesengroßen Augen und plüschigem Gefieder sehen sie dem Krümelmonster verblüffend ähnlich. Geschlüpft sind die vier Küken Ende April, Ende Mai haben sie ihr Nest verlassen und sind derzeit gut zu sehen. Bartkäuze zählen zu den größten Eulen der Welt. Sie bewohnen die Wälder im nördlichen Europa und sind auch in Nordamerika und Nordasien heimisch. Im Allwetterzoo ist man glücklich über diesen wiederholten Zuchterfolg, der auch viele Zoofans begeistern wird; denn die Käuzin „Emilia“ ist durch die Dokusoap „Pinguin, Löwe & Co“. vielen Menschen ans Herz gewachsen. In dieser Serie wurde die Erkrankung der Eule, deren langwierige Behandlung und glückliche Genesung ausführlich mit der Kamera begleitet.

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Nach elf Jahren „Babypause“ wieder Jungtiere bei den Nordpersischen Leoparden im Allwetterzoo Münster! Das letzte Beisammensein der Nordpersischen Leoparden „Bara“ und „Jahrom“ war vielversprechend - und nun ist das Ergebnis auf der Welt! Am 18. Mai gegen 14 Uhr gebar die vierjährige Katze zwei winzige, vorerst noch blinde und unbeholfene Junge. Zoologen und Pfleger im Allwetterzoo Münster haben die Kleinen bislang nur per Überwachungskamera zu Gesicht bekommen, denn „Bara“ hatte zur Geburt ein nicht einsehbares Versteck hinter dicken Baumstämmen gewählt. Zum Glück war genau dort eine Kamera installiert – und die entscheidenden Szenen vor, während und nach der Geburt wurden aufgezeichnet.