Museum im Ritterhaus Heimatmuseum

Bildurheber: Axel Gömann




Im Stadtmuseum Osterode erfahren Sie Wissens- und Sehenswertes rund um die Osteroder Bevölkerung im Mittelalter, die Funktionen des Rathauses, sowie das allgemeine Markt- und Kampfgeschehen der damaligen Zeit.

Das Museum im Ritterhaus am Rollberg befindet sich in einem wunderschönen, imposanten Bürgerhaus.

Den Namen gab eine ritterähnliche Figur, die an der Außenfassade des Gebäudes angebracht ist. Das Museum an sich ist 1936 entstanden und ist seitdem der Anlaufpunkt für die Osteroder Geschichte und die Geschichte des Südharzes.

Das Museum gliedert sich in verschiedene Abteilungen auf.

Die Abteilung "Stadt" befindet sich im Erdgeschoss. Sie behandelt die Entstehung und Siedlung zum Ende des 10. Jahrhunderts. Zu beachten sind die Grabbeigaben des letzten Herzogs von Braunschweig-Grubenhagen. Seine Familie hatte bis 1596 die Herrschaft inne.

Der Bereich "Rathaus" zeigt das politische Leben, sowie Verwaltung und Gerichtsbarkeit der damaligen Zeit.

In der Abteilung "Bürgerhaus" sehen Sie Gegenstände des täglichen Gebrauchs, sowie das Gesundheits- und Bildungssystem.

Handel und Münzwesen wird in der Abteilung "Markt" beschrieben.

Das düstere Kapitel "Wehr und Wacht" dokumentiert das Kriegs- und Brandgeschehen der damaligen Zeit.

Die seit 1952 bestehende Partnerschaft mit Ostpreußen ist Anlass zu der Abteilung "Heimatstube Osterode/Ostpreußen".
Hier werden die Lebensgewohnheiten und die Kultur gezeigt.

Die Mitte der Abteilung bildet ein Modell der Stadt Osterode, wie sie um 1860 ausgesehen hat. Man kann den Wandel bis zur heutigen Zeit plastisch nachvollziehen.

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Im ersten Stockwerk befindet sich ein Raum, der den spätgotischen Bildschnitzer "Tilman Riemenschneider"
beschreibt, der einen großen Teil seines Lebens in Osterode verbrachte.

Die Abteilung "Handwerk" gibt einen Einblick in die verschiedenen Arbeits- und Lebensweisen der Zünfte und Handwerker. Ob Silber-, Messing-, Zinn- oder Eisenschmiede, ob Schuhmacher, Lohgerber, Böttcher oder Eisengießer.

Die Familie "Schachtrupp" ist ein gutes Beispiel für das gehobene Leben einer Industrieellenfamilie im 19. Jahrhundert.
Benannt nach der Familie ist auch die "Schachtruppvilla" die als Touristeninformationszentrum dient.

Darauf folgt die "Gipsindustrie", welche für die Region Osterode bis zum heutigen Tage ein großer wirtschaftlicher Faktor ist.

In der Abteilung "geologische, ur- und frühzeitliche Sammlung" befindet sich eine große Sammlung verschiedener Versteinerungen und Ausgrabungen, wie z.b. Mammutzähne, Schädel eines Wollnashorns usw.

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Im zweiten Stock findet man den
"Rittersaal". Die Speicherdiele mit bleiverglasten Fenstern bietet immer wieder Raum für lokale Künstler, sich zu präsentieren.

Der "Historische Apothekenraum" zeigt eine umfangreiche Sammlung zum Thema Apotheken- und Gesundheitswesen.

Der gotische Flügelaltar aus dem 15. Jahrhundert ist der Glanzpunkt der Abteilung "Kirchenkunst".


Spätmittelalterliche und barocke Heiligenfiguren sowie einige Totenkränze und Totenbretter aus der Region vervollständigen die Ausstellung.

Von ländlicher historischer Kleidung, über Flachs- und Wollwarenverarbeitung bietet die Abteilung "Historische Kleidung" einen Überblick.

Auf die "Geschichte des Osteroder Stadtwaldes" wird in der letzten Abteilung eingegangen. Dort werden die Veränderungen in der Forstarbeit bzw. die modernen ökologischen Probleme des Waldes wie Artenschutz und Waldsterben behandelt.

Sehen Sie sich zum Abschluss noch den "Innenhof" an.
Hier befinden sich Teile einer historischen Schmiede und alte Löschfahrzeuge. Weitere Informationen über das Museum, wie Öffnungszeiten usw. finden Sie unter http://www.museum.osterode.de/