Museum für Lackkunst in Münster

Bildurheber: Museum für Lackkunst

Die mit Bedacht angelegte und ausgebaute Sammlung von Kunstwerken und Gebrauchsgegenständen aus 2.500 Jahren ist übersichtlich nach Ländern und Ziertechniken angeordnet. Zahlreiche Zukäufe haben den wertvollen Grundstock des Museums im Laufe der Jahre systematisch ergänzt und deutlich bereichert. Seine ebenso spezielle Ausrichtung wie weltweite Bedeutung und seine ausschließlich private Trägerschaft machen das Museum einzigartig.

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In der nach Regionen gegliederten Sammlung, sind die oft kleinen und filigranen Exponate liebevoll arrangiert. Die Ästhetik und Schönheit der Kunstwerke erschließen sich dem Betrachter auf den ersten Blick, die Kostbarkeit wird umso deutlicher, je mehr man über ihre aufwändigen Herstellungstechniken erfährt.Lack hat von jeher eine Faszination auf die Menschen ausgeübt. Nicht nur die Eigenschaft, Objekte zu schützen, ist ihm zu Eigen. Durch seinen Glanz verleiht er ihnen darüber hinaus eine ganz besondere Schönheit und Anziehungskraft.

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Die Anfänge der Lackkunst finden sich in China, woher auch das älteste Objekt der Sammlung - eine Grabbeigabe für eine hochgestellte Persönlichkeit - aus dem 5. Jahrhundert vor Christus, stammt. Auch in Japan wurde Lack bereits in vorchristlicher Zeit verwendet. Der Werkstoff wurde allerdings erst mit der Einführung des Buddhismus in der Mitte des 6. Jahrhunderts nach Christus und der Errichtung von Tempel- und Klosteranlagen in den Dienst der großen Kunst gestellt. Mitte des 16. Jahrhunderts gelangten die ersten ostasiatischen Lackarbeiten über den Seeweg nach Europa und sorgten bei der höfischen Gesellschaft für Begeisterung. Bis ins 18. Jahrhundert hinein sollte sich die europäische Lackkunst von der ostasiatischen emanzipieren und eigene Ziertechniken sowie eine eigenständige Motivsprache entwickeln. Viel früher hatten sich hingegen bereits die Traditionen der Lackkunst im islamischen Raum entfaltet, deren Anfänge bis in das späte 11. Jahrhundert zurückreichen. Indien, Persien und die Türkei gelten dabei in der Geschichte der Lacktechnologie als Brücke zwischen Asien und Europa. Die BASF Coatings GmbH ist Träger des Museums. Das Unternehmen mit Hauptsitz in Münster gehört zum international tätigen Unternehmensbereich Coatings der BASF-Gruppe. Der Bereich Coatings entwickelt, produziert und vermarktet ein hochwertiges Sortiment innovativer Fahrzeug-, Autoreparatur- und Industrielacke. Das Museum ist mittwochs bis sonntags sowie an gesetzlichen Feiertagen von 12.00 bis 18.00 Uhr und dienstags von 12.00 bis 20.00 Uhr geöffnet. Führungen durch die Schausammlung finden jeweils sonntags um 15.00 Uhr statt, Führungen durch die Sonderausstellungen dienstags um 17.30 Uhr.