Mädlerpassage

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Die Mädlerpassage ist die Prachtvollste und eine der wenigen vollständig erhaltenen Passagen der Messestadt. Bekannt ist sie vor allem durch Auerbachs Keller. Sie ist verbunden mit der Königshaus- und der Messehofpassage. Zum Kneipenfestival "Honky Tonk" befindet sich in der
Mädlerpassage die längste Theke Europas.

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Sie wurde 1912-1914 für den Leder-Fabrikanten Anton Mädler nach Entwürfen von Theodor Kösser errichtet und löste den legendären „Auerbachs Hof“ ab, den Heinrich Stromer von Auerbach bis 1538 erbauen ließ. Die Passage besitzt - nach dem Vorbild der Mailänder Passage „Galleria Vittorio Emanuele II“ - als architektonischen Mittelpunkt eine zentrale Rotunde. Von hier aus erstrecken sich zwei Achsen, eine zur Grimmaischen Straße und eine weitere zum Neumarkt. Nach umfangreicher Renovierung 1997 beherbergt die historische Passage heute im Erdgeschoss 25 Ladengeschäfte verschiedener Branchen.

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Anziehungspunkt im Untergeschoss ist der Auerbachs Keller. 1525 als Weinausschank gegründet, war er später gastliche Stätte für den legendären Dr. Johann Faust sowie den Studenten Johann Wolfgang von Goethe – und wurde somit zum Ursprungsort des Fauststoffes. Der Zugang wird durch bronzene Figurengruppen des Bildhauers Matthieu Molitor akzentuiert, die Szenen aus Goethes „Faust“ darstellen.