Lustgarten

Bildurheber: Gisela Pape



Der Lustgarten, unmittelbar zwischen Schlossbrücke Unter den Linden in Berlin-Mitte und Berliner Dom ist das Entrée zur Museumsinsel. Die nach historischem Vorbild des preußischen Gartenarchitekten Peter Joseph Lenné neugestaltete Parkanlage mit Springbrunnen und gepflegtem Rasen lädt Berliner und Gäste zum Verweilen ein.

Die Granitschale vor dem Alten Museum ist Blickfang des Lustgartens. Sie ist 70 Tonnen schwer und wurde 1831 aus einem einzigen Findling nach Entwürfen Schinkels geschaffen.

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Der Lustgarten ist auch Kulisse für Ausstellungen im öffentlichen Raum, wie 2007 die Skulpturen des kolumbianischen Künstlers Fernando Botero. Üppige überdimensionale Bronzefiguren – die Schau "Üppige Sinnlichkeit" – Köpfe, Reiter, Pferde, nackte, liegende Göttinnen und Männerfiguren - zum Anfassen für Jedermann.

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1573 wurde der heutige Lustgarten als Küchen- und Kräutergarten des Stadtschlosses angelegt und 1643 wurde dieser in einen Ziergarten umgewandelt. 1649 baute man hier die ersten Kartoffeln in Preußen an. Unter dem Großen Kurfürst wurde er zum echten Lustgarten umgebaut, mit Statuen, Springbrunnen und exotischen Pflanzen. Später war er Exerzierplatz für die Soldaten von König Friedrich Wilhelm I.

Im 19. Jahrhundert wurde er vom preußischen Gartenarchitekten Peter Joseph Lenné als Vorplatz für Schinkels Altes Museum gestaltet.