Karosseriewerke Weinsberg

Die Karosseriewerke Weinsberg (kurz KW), heute ein deutsches Werkzeugbau-Unternehmen mit Sitz in Bretzfeld, wurden in Weinsberg gegründet, wo sie bis 2011 auch ihren Sitz hatten. Sie waren früher auch als Karosseriebauunternehmen und als Aufbauhersteller tätig. Bekannt sind sie vor allem für die Wohnmobile, die sie unter dem Markennamen Weinsberg von 1969 bis 1992 bauten.

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Das Unternehmen wurde 1912 von dem Gipsermeister Gustav Alt und dem Maurermeister Wilhelm Schuhmacher mit einem Stammkapital von 80.000 Goldmark in Weinsberg gegründet. Auf dem Werksgelände im Süden der Weinsberger Altstadt, am heute so genannten Stadtseebach gelegen, wurde ein Fabrikgebäude erstellt. Erstes Produkt der neuen Firma waren Pferdekutschen, die von anfangs 35 angestellten Sattlern, Schreinern und Wagnern in handwerklicher Bauweise hergestellt wurden. Noch im gleichen Jahr wurde auch mit der Produktion von Karosserien für Automobile begonnen, die als Einzelanfertigung in ähnlicher Weise wie die Kutschen aus Holz und Leder hergestellt wurden.

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Der Umsatz des Unternehmens erreichte 1913 die Summe von 119.300 Mark. 1914 erwarb der aus einer Reutlinger Hoteliersfamilie stammende Franz Eisenlohr, der vorher schon Teilhaber war, den Betrieb.

Im selben Jahr unterbrach der Erste Weltkrieg die reguläre Produktion. Im Auftrag des Königlich Württembergischen Kriegsministeriums stellten die KW bis Kriegsende Pferde-Feldwagen für militärische Zwecke her. Nach Kriegsende wurde die Produktion dieser Feldwagen fortgeführt; einige hundert gingen als Reparationsleistung an die Französische Armee. Noch bis zum Beginn des Zweiten Weltkriegs wurden die Feldwagen an die Wehrmacht geliefert.