Fürst-Pückler-Park Bad Muskau

Bildurheber: Peter Hennig

Eines der berühmtesten Ausflugziele der Oberlausitz ist der Fürst-Pückler-Park Bad Muskau (poln. Park Mużakowski). Mit einer Gesamtfläche von 830 Hektar ist er der größte Landschaftspark Zentraleuropas im englischen Stil und er erstreckt sich über Ländergrenzen. Seit Sommer 2004 ist der Muskauer Park/Park Mużakowski in die Welterbeliste der UNESCO eingetragen. Auf dem Parkgelände befinden sich heut das Neue Schloss, ein Museum im Renaissance-Bau Altes Schloss, das historische Tropenhaus mit Kakteen, das Kavaliershaus, sowie die in maurischem Stil erbaute Orangerie. Schöpfer und Namensgeber des Parks war Hermann Fürst von Pückler-Muskau (1785-1871). Inspiriert von der schönen Neißetallandschaft schuf er hier ab 1811 das gewaltige Gartenensemble. 1845 war Pückler gezwungen, das Anwesen zu verkaufen. Seine Nachfolger vollendeten aber sein Werk. 1945 wurde der Park durch die neue deutsch-polnische Grenze geteilt und der damalige Besitzer, Graf von Arnim-Muskau, enteignet. Durch die ab den 1990er Jahren intensivierte Kooperation mit der polnischen Verwaltung entwickelte sich die Pflege und der Wiederaufbau der Parklandschaft zu einem Vorzeigeprojekt internationaler Denkmalpflege. Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz beteiligte sich unter anderem an der Sanierung der Orangerie, in der heute Konzerte, Vorträge und Tagungen stattfinden. Neben den vielen Veranstaltungen lädt der Park mit seinen schattigen Plätzen vor allem zum Spazieren und Verweilen ein.