Existenz Friedrich Wilhelm I. zu verdanken

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Die nachfolgenden Zeilen sind der Kienberger Ortschronik entlehnt und stellen einige Momentaufnahmen aus der Geschichte des kleinen Ortes dar.
König Friedrich Wilhelm I. kaufte Grünefelder und Börnicker Wiesen und ließ Kienberg anlegen. Die eigentliche Eigenständigkeit Kienbergs, gegenüber dem einige Kilometer entfernten Königshorst, geht auf das Jahr 1737 zurück. Der Pächter namens Mayer bewirtschaftete Kienberg und wollte Butter an die königliche Küche liefern, was ihm nicht bewilligt wurde. Außerdem gründete er ein kleines Gestüt mit Rennpferden, die sogar in England starteten. Zur Zeit Friedrich des Großen wurde ein Friedhof angelegt, der von einer Maulbeerhecke umgeben war. Der damalige Lehrer wollte mit dieser Futtergrundlage Seidenraupen züchten, was heute nur noch ein Lächeln hervorruft.

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Von Kienberg gingen 1896 täglich vierhundert bis sechshundert Liter Milch nach Berlin. Auch die Mor­cheln, schon damals ein teurer Pilz, wurden nach Berlin verkauft. Im Jahre 1903 kam das erste Telefon nach Kien­berg. Es war aber nicht zur öffentlichen Benutzung freigegeben. Der Sommer 1911 brachte Kienberg eine große Dürreperiode und der Ort und die Umgebung boten einen trostlosen An­blick. Die Entwässerungs­gräben stellten sich nur noch als graue Streifen mit tiefen Rissen dar. Der Havelländische Große Hauptkanal war so ausge­trocknet, dass nur noch einzelne Pfützen sichtbar waren. Ende Juni fingen die Wiesen an zu brennen, sodass Hunderte Morgen Land vernichtet wurden. Auch die torfige Oberschicht brannte, was schlimme wirtschaftliche Auswirkungen hatte, weil der Torf damals als Feuerungsmittel unverzichtbar war.


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