Die St. Johannis Kirche in Salzhausen

Bildurheber: Kirchenkreis Winsen

In der Kirchengeschichte gilt Salzhausen als etwas Besonderes. Es steht für einen alten Archidiakonatsbezirk, der von Bispingen im Süden bis an die Elbe im Norden reichte, von Hanstedt im Westen und Hittbergen im Nordosten.

1205 wurde dieser Bezirk zum ersten Mal erwähnt. Der Archidiakon, dem die Aufsicht und das kirchliche Gerichtswesen unterstanden, kam stets aus dem Adel, gehörte dem Verdener Domkapitel an und residierte auch in Verden.

Trotz des unbezweifelt hohen Alters der Kirche fehlen frühe Dokumente, doch spricht neben dem Archidiakonat auch der in ältester Zeit für Taufkirchen gebräuchliche Namenspatron “Johannes der Täufer” für eine sehr frühe Gründung als Taufkirche im 9. Jahrhundert.

Der Anbau des runden Turms erfolgte 1464. Der Chorraum mit gotischem Rippengewölbe und der Triumphbogen entstanden 1464.

1643 wurde die Kirche umgebaut. Man ersetzte das Kreuzgewölbe durch ein hölzernes Tonnengewölbe und malte die Kirche aus, wovon noch einige schwebende Engel an den Gewölbekappen zu sehen sind.

Der von dem Salzhäuser Schnittker v.d. Heide geschnitzte Altar wurde 1697 neu bemalt und in klassizistischer Zeit nochmals verändert.

Die Renaissance präsentiert eine aus Lüneburg stammende Kanzel von 1569.