Die Sankt Marienkirche in Rostock

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Die St.-Marien-Kirche wurde erstmalig 1232 urkundlich erwähnt. Die Kirche wurde von den Bürgern der Stadt erbaut. Der erste Bau war eine Hallenkirche aus roten Backsteinen.
Die drei Turmhallen des Westturms sind noch aus dieser Zeit.
1265 war St. Marien zur Hauptkirche der sich aus vier Siedlungskernen entwickelnden Hansestadt geworden.
1290 erhielt die Kirche im Osten einen neuen Chor und einen Kapellenkranz aus fünf Kapellen.

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Um 1398 wandelte der Rat der Hansestadt die Hallenkirche in eine dreischiffige Basilika mit Einsatzkapellen und großem Querhaus und zwei Westtürmen um. Unverkennbar zu erkennen an den Wechselschichten aus grünlich,bräunlich glasierten und unglasierten Backsteinen im Außenmauerwerk.
Diese Maueroberfläche hebt St.Marien von den anderen Kirchen Rostocks ab. Die Gewölbe des Querhauses und des Mittelschiffes sind etwa 32 Meter hoch, die der Seitenschiffe und Einsatzkapellen sind etwa 15 Meter hoch.

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1796 erhielt der Turm das heute noch vor-handene barocke Zeltdach. In mehreren Bauphasen errichtet, beeindruckt St. Marien durch Größe und Schlichtheit der Backsteingotik.
St. Marien stand als Hauptpfarrkirche immer im Mittelpunkt der Rostocker Entwicklung. 1419 wurde in ihr die Rostocker Universität gegründet und sie blieb auch Universitätskirche
bis um 1900. Sie war Ort von Pilgerreisen und Kirche der Reformation. Bis 1945 war sie Ratskirche, davon zeugen noch die barocken Ratsgestühle im Westen.

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Im Herbst 1989 versammelten sich Tausende Rostocker an den Donnerstagen, um für die Erneuerung der Gesellschaft zu beten. Heute finden Taufen, Hochzeiten, Gemeindegottes-dienste, Orgelkonzerte, große Kirchenmusiken und Ausstellungen in Mecklenburgs größtem Kirchbau statt. Zu den Mittagsgebeten im Sommer kommen bis zu 15.000 Teilnehmer und etwa 150.000 Touristen besuchen jährlich die Kirche.