Die Geschichte der Zoologischen Gärten

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Eine Ausstellung des Westfälischen Pferdemuseums und des LWL Museumsamtes Westfalen in Kooperation mit dem Allwetterzoo Münster beschäftigt sich mit der Geschichte von Zoologischen Gärten.Zoologische Gärten auf der ganzen Welt ziehen jährlich ca. 600 Millionen Besucher an. Der Zoobesuch gehört weltweit zu einer der beliebtesten Freizeit Ausflüge.

Bildurheber: Zoological Society of London

Die Ausstellung zeichnet in sieben Stationen die europäische Zoo-Geschichte nach. Von den Gründungen und Zielsetzungen der ersten zoologischen Gärten bis hin zu den Ansprüchen und Aufgaben heutiger Zoos.Das Westfälische Pferdemuseum im Allwetterzoo ist täglich von 9.00 Uhr bis 16.00 Uhr geöffnet.

Bildurheber: Le Muséum de historie naturelle Paris

Nur noch bis zum 17. Mai zu sehen: Die erste Giraffe eines europäischen Zoos.
Als die Giraffenkuh "Zarafa" am 9. Juli 1827 in Paris eintraf, hatte sie bereits eine lange und bewegte Reise hinter sich. Zwischen ihrer Heimat, dem heutigen Sudan, und der Ankunft in Frankreich lagen fast 7000 km und eine über zweijährige Reise, die sie per Schiff und zu Fuß bestritt. Um "Zarafa" täglich mit 25 Litern Milch zu versorgen, reisten neben den vier ägyptischen Begleitern auch drei Kühe mit. Ein Segeltuch als Baldachin schützte die Giraffe vor Regen und Sonne.
Mit der Ankunft der ersten lebenden Giraffe brach eine wahre "Giraffenmanie" aus. Bereits im Jahr ihrer Ankunft besuchten über 600.000 Menschen das exotische Tier. Was man zuvor nur von Zeichnungen und Beschreibungen kannte, konnte die Pariser Bevölkerung nun mit eigenen Augen bestaunen. Auch die Mode wurde inspiriert: Es gab nicht nur Giraffenmotive auf Hüten und Stoffen, sondern sogar auf Bügeleisen, wie noch bis zum 25. Juli 2010 in der Ausstellung "ZooGeschichte[n]" im Westfälischen Pferdemuseum zu sehen ist.

Das Aquarell eines unbekannten Künstlers von" Zarafas" Reise nach Paris aus dem Jahr 1827 ist eine Leihgabe des Muséum National d'Histoire Naturelle in Paris. Aus konservatorischen Gründen durfte das empfindliche Bild nur drei Monate ausgestellt werden. Es geht nun wieder zurück in die lichtgeschützten Depots des Pariser Naturkundemuseums und wird im Pferdemuseum durch ein Faksimile ersetzt.