Deutschordensmünster St. Peter und Paul (Heilbronn)

Das Deutschordensmünster im Deutschhof in Heilbronn ist eine katholische Kirche, die vom Deutschen Orden erbaut wurde, deren Ursprünge im 13. Jahrhundert liegen, und die auf einen älteren Vorgängerbau zurückgeht.

Bild: P.Schmelzle@wikimedia.org CC BY-SA 3.0

Die Kommende Heilbronn des Deutschen Ordens wurde 1225 gegründet. Die Konventsgebäude des Deutschhofs wurden in der Folgezeit errichtet, wobei die zur Kommende gehörende Kirche im 13. Jahrhundert zunächst als Marienkapelle bezeichnet wird. Da die Entstehungsgeschichte der Heilbronner Kirchen aus den Quellen nicht klar hervorgeht, und unter der Kirche Fundamentreste eines Bauwerks aus dem 10./11. Jahrhundert gefunden wurden, könnte es sich bei dieser Marienkapelle eventuell um die Erweiterung einer bereits im 8. Jahrhundert bestehenden, früheren Michaelsbasilika handeln. Baugeschichtlich geklärt ist erst die Entwicklung der Deutschordenskirche nach der Stiftung des Deutschordenshauses.

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In der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts, wurde an der Nordseite des spätgotischen Chors, die Speydelsche Kapelle mit Kreuzrippengewölbe und Wendeltreppe erbaut. Dies geschah nach einer testamentarisch vermachten Stiftung von Ludwig Speydel. 1968 wurde die intakte spätgotische Kapelle zugunsten einer neuen Sakristei abgebrochen. Die Gewölberippen, Spolien und ein Schlussstein mit mittelalterlichem Gesicht wurden wiederverwendet. Ein Schlussstein der Kapelle zeigt das Wappenschild des Stifters Ludwig Speyel und befindet sich heute im Lapidarium.

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