Briesnitz und Kemnitz

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Briesnitz wurde 1071 erstmals urkundlich erwähnt, und zwar in einem Tauschvertrag zwischen dem Meißner Bischof Benno und dem slawischen Grundherrn Bor. Damals hieß das Dorf noch "Bresnice"; es war politischer und kirchlicher Mittelpunkt im oberen Elbtal. Der Stadtteil befindet sich im Westen von Dresden an der Elbe und wurde 1921 eingemeindet. Eine umfangreiche Erweiterung des Gebietes begann 1911. Bis zum Beginn des Ersten Weltkrieges entstand eine große Eigenheimsiedlung. Diese Siedlung wurde nach 1945 noch einmal erweitert und steht heute unter Denkmalschutz. Die Briesnitzer Kirche ist eine der ältesten in Sachsen, der Grundstein des heutigen Gebäudes wurde bereits 1260 gelegt. Das Theater Junge Generation und der Star Club sind weit über die Grenzen des Stadtteils hinaus bekannt.Kemnitz wurde erstmals 1254 urkundlich erwähnt. Die damalige slawische Siedlung liegt im Westen von Dresden, an der Mündung des Zschonergrundbaches. Im Jahr 1324 wurde hier die erste Mühle gebaut, der 1566 eine zweite folgte. Aus ihr ging später die beliebte Ausflugsgaststätte "Weltemühle" hervor. Ende des 19. Jahrhunderts, durch die Anbindung an Eisenbahnstrecken, entwickelte sich das Gebiet zu einem Vorort. Im Jahr 1921 kam es zur Eingemeindung. In den 20er Jahren sind außerhalb des Dorfkernes auf den landschaftlich reizvollen Hängen des Zschonergrundes weitere Wohnsiedlungen entstanden. Viele der alten Höfe mussten später der Autobahnabfahrt "Dresden-Altstadt" weichen. Deshalb gibt es heute nur noch wenige erhaltene Gehöfte. Das ehemalige Gut Nr.4 wurde zum Gastronomie-Erlebnistheater "Merlins Wunderland" umgebaut. Erreichbar ist Kemnitz mit der Buslinie 94.

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