Ausgefallene Bauwerke im Ahrtal

Bildurheber: Udo Heimermann

Udo Heimermann der "Antoni Gaudi des Ahrtals"

Gaudí war bekannt für seinen eigenwilligen Stil von runden, organisch wirkenden Formen. Er errichtete seine Bauwerke in der Formsprache des Jugendstils. Die typischen Merkmale sind geschwungene Linien, unregelmäßige Grundrisse, schräge gemauerte Stützen, naturnahe weiche Formen mit Motiven der Flora und Fauna. Weitere Vorlieben waren Bruchsteine und bunte Keramikfliesen, die er als Gestaltungselement in seine Bauwerke einfließen ließ. Gaudí lehnte die gotischen Strebbögen verächtlich als "Krücken" ab und verwendete statt dessen schräge Baupfeiler. Er entwickelte seine Gebäude während des Baus anhand von Skizzen.

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Fröhlicher Lebensabend
Alten- und Pflegeheim "Haus Harmonie"

Auf der Heeg 2
56745 Hohenleimbach
Lage: ca. 15 Minuten Autofahrt vom Start und Ziel des Nürburgrings und ca. zwei
Minuten vom Ortskern Hohenleimbach entfernt.

Wünsche der Bauherren:
- Erweiterung und Sanierung des Alten- und Pflegeheimes unter ökologischen Gesichtspunkten mit organisch künstlerischen Formen, ohne kalte gradlinige Flächen.
- Die Farbe grau darf nicht verwendet werden.
- Das Gebäude soll unter energiesparenden Gesichtspunkten saniert
werden. Wie z.B. Wärmedämmverbundsysteme, Holzhackschnitzelanlage,
wärmegedämmte Verglasung.

Einweihung des Cafes und des Speisesaals im Februar 2003


Bildurheber: Udo Heimermann

Historisches Familiennest

Fachwerkhaus Ehlingen
Bodendorfer Straße 23
53474 Bad Neuenahr-Ahrweiler
Ortsteil Ehlingen
Lage: Ortskern Ehlingen.
Ehlingen wurde im Jahre 850 zum erstenmal erwähnt.

In den letzten 3 Jahrhunderten wurde das Gebäude in jedem Jahrhundert erweitert
und saniert. In den 60iger Jahren wurde im Erdgeschoss die Nord- und Westwand
durch eine Mauerwerkswand ersetzt. Im Jahr 2001 wurde das Gebäude vom Keller
bis zum Dach komplett entkernt und unter ökologischen Gesichtspunkten zu einem
Niedrigenergiehaus umgewandelt.

Bildurheber: Udo Heimermann

Ahrtal-Weinmuseum

Ahrwein - Forum
Walporzheimer Straße 19
53474 Bad Neuenahr-Ahrweiler

Lage: ca. 6 Minuten vom historischen Altstadtkern Ahrweilers entfernt.

Schwierigkeiten:
- aneinandergestückelter Hotel und Gaststättenbau mit einem Flachdach
aus dem Jahr 1950.
- architektonische Zusammenführung des Altbaus von 1870 mit dem
architektonisch nichtssagenden Anbau von 1950.
- ein statisch und wärmetechnisch sehr problematischer Anbau von 1950
- Es gab keinerlei brauchbare Bestandspläne

Baubeschreibung: Umbau einer Gaststätte, Tanzsaal und Hotel
1998 wurde auf dem bestehenden Flachdach ein Krüppelwalmdach mit rundem
Walm und Satteldachgauben aufgebaut. Die Dachabdeckung besteht aus glasierten
Tondachziegeln.
Die Fenster wurden komplett unter historischen Gesichtspunkten durch
Eichenholzfenster mit Wärmedämmverglasung (U=1,3) ersetzt. Die Decken
und Wände wurden innenseitig mit 5 cm dicken Schilfrohrdämmplatten (045)
gedämmt und anschließend mit einem 2-3 cm dicken Lehmputz verputzt. In den
Heizkörpernischen wurden doppelte Matten eingebaut. Die Innenfarbe besteht
aus Marmormehl und Kasein. Als Bodenbelag wurde 22 mm dickes gewachstes
Vollholz-Eicheparkett im Fischgrätenmuster gewählt.
Durch die innen eingebauten organischen Lehmranken wird für den Besucher
eine Verbindung zu der gewachsenen Kulturlandschaft des Ahrtals geschaffen.

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Organische Gastronomie

Weingut Försters WeinTerrassen
Im Teufenbach 65
53474 Bad Neuenahr-Ahrweiler
Ortsteil Walporzheim

Als Weingut mit Gutsausschank gebaut 1978
Erweiterung (Verkaufsraum und Ferienwohnungen) 1998
Besitzerwechsel von den Eltern an die Söhne 1998
Beauftragung des Architekten mit der Planung
und Erweiterung des Weinguts 1994
Einweihung des Gesamtkomplexes 2002

Lage: ca. 10 Minuten Autofahrt vom historischen Ortskern Ahrweiler entfernt,
direkt am Rotwein Wanderweg

Schwierigkeiten:
- organische Formen mit einer Architektur aus den 70er Jahren zu verbinden.
- Der Winzerbetrieb musste auch während der gesamten Baumaßnahme
weiterlaufen.