Alt-Peru

Bildurheber: Roemer- und Pelizaeus-Museum


Das Roemer- und Pelizaeus-Museum besitzt eine der außergewöhnlichsten und bedeutendsten Alt-Peru-Sammlungen Europas. Durch Ergänzung zahlreicher neuer Objekte aus Schenkungen und Ankäufen der letzten Jahre präsentiert sich die Dauerausstellung nun in neu konzipierter Form.




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Dem Besucher eröffnet sich ein chronologischer Überblick über die wichtigsten Kulturen von Chavín (120 - 400 v. Chr.) bis zu den Inka, deren Kultur 1532 von den spanischen Eroberern zerstört wurde. Themengruppen vermitteln einen intensiven Einblick in das Leben der altindianischen Völker Südamerikas; die Abbildung und Gestaltung von Tieren, Früchten, Musikinstrumenten und erotische Darstellungen auf Objekten illustrieren das Alltagsleben der frühen, noch schriftlosen Kulturen wie eine "keramische Bibliothek".


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Das allgegenwärtige Bewusstsein über den Tod bei den Lebenden und der damit verbundene Totenkult haben uns eine Vielzahl bedeutsamer und nahezu unzerstörter Objekte aus Gräbern überliefert. Farbenprächtige Textilien, in die die Mumien gewickelt wurden, Grabbeigaben aus Gold und Halbedelsteinen sowie eine Fülle keramischer Arbeiten legen auf eindrucksvolle Weise Zeugnis einer dreitausendjährigen indianischen Zivilisation mit ihren religiösen Vorstellungen und ihrem handwerklichen Können ab.

Eine neue bedeutende Bereicherung stellt die kleine, aber höchst qualitätsvolle Sammlung präkolumbischer Objekte aus dem Privatvermögen von Frau Dr. Marie-Luise Zarnitz dar, die dem Museum im April von der Stiftung Niedersachsen als Dauerleihgabe übergeben wurde.