... zwei Tage in Berlin

Bildurheber: Gisela Pape


Ein zweiter Tag in Berlin kann mit dem Besuch eines oder mehrerer der berühmten Museen verbracht werden. Dabei gilt es, nach Neigung zu entscheiden und zu berücksichtigen, dass die Berliner Museumslandschaft durch die Folgen des Zweiten Weltkrieges nach wie vor zerrissen ist und die Zusammenfügung noch Jahre in Anspruch nehmen wird, auch wenn die meisten Museen nun organisatorisch, und teilweise auch schon wieder räumlich, vereint sind. Daher wird es oft der Fall sein, dass der Besuch sich sinnvoll ergänzender Museen mit einer Fahrt von einem Teil der Stadt in den anderen verbunden werden muss. Wer sich für die Antike und die Archäologie interessiert, findet in Berlin ein großes Feld. An erster Stelle steht das Pergamonmuseum mit dem berühmten Pergamonaltar und unschätzbaren Funden aus Vorderasien. Neben dem Pergamonmuseum liegt auf der Museumsinsel das Bodemuseum. Im Bode-Museum finden Sie die Skulpturensammlung, das Museum für Byzantinische Kunst, das Münzkabinett und rund 150 Bilder der Gemäldegalerie.

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Freunde der Bildenden Kunst sollten auf der Museumsinsel die Alte Nationalgalerie mit ihrer " Sammlung "Neue Kunst" besuchen. Auf jeden Fall darf aber die Neue Nationalgalerie im Bezirk Tiergarten nicht ausgelassen werden. Wer am Kunstgewerbe gefallen findet, kommt in Berlin auf seine Kosten. Hier sollte man zuerst den Besuch des Kunstgewerbemuseums auf dem Kulturforum einplanen. Danach könnte eine Fahrt mit der S-Bahn nach Schloß Köpenick folgen, indem ebenfalls ein sehenswertes Kunstgewerbemuseum untergebracht ist. Zugleich ist diese Fahrt auch ein schöner Ausflug in die etwas außerhalb gelegenen Bezirke und kann bis zum Müggelsee ausgedehnt werden. An stadtgeschichtlichen Sammlungen bietet Berlin ebenso mehrere, sich ergänzende Möglichkeiten. Erstens das Berlin Museum im Bezirk Kreuzberg, von wo man, wenn man will, zu Fuß ans Märkische Ufer mit dem Märkischen Museum gehen kann, dessen Ausstellungen in derNikolaikirche im Nikolaiviertel fortgesetzt werden. Wer vor allem an völkerkundlichen Sammlungen interessiert ist, für den sind die Museen in Dahlem der richtige Ort. Ohne weiteres lässt sich ein ganzer Tag in den zusammengefassten Museen für Völkerkunde, für Ostasiatische Kunst, für Islamische Kunst und für Indische Kunst verbringen, ergänzt durch die Gemäldegalerie und das Kupferstichkabinett. Zur Erholung bietet sich anschließend der nahegelegene Botanische Garten mit dem Botanischen Museum an. Schließlich bleibt für diejenigen, die sich weder für die Kunst noch für die Antike begeistern können, eine weitere Alternative, den zweiten Tag in Berlin zu verbringen. Zunächst mit einem Besuch im Zoologischen Garten und, wenn man vergleichen will, daran anschließend ein Gang durch den Tierpark in Berlin-Friedrichsfelde. Man kann diesen Tag aber auch für kleinere Ausflüge in die äußeren Stadtbezirke nutzen und die mit etwas Erholung verbinden. Man könnte eine Fahrt an den Wannsee machen, was sich gut mit einem Besuch der Pfaueninsel und von Spandau verbinden lässt. Oder unternehmen Sie einen Ausflug ins ländliche Lübars, mit einer Wanderung durch die märkische Landschaft. Eine Fahrt über Köpenick an den Müggelsee oder auch ein kleiner Ausflug in das wilhelminische Berlin, in die restaurierte Husemannstraße im Bezirk Prenzlauer Berg lohnen sich. Von dort aus kann man dann einen Abstecher zum Zeiss-Großplanetarium im Ernst-Thälmann-Park unternehmen. Wer Ost und West verbinden will, sollte eine Fahrt auf der Spree vom Wannsee nach Köpenick machen.

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