Veranstaltungen & Events in Erfurt

Wolfgang Engler und Jana Hensel »Wer wir sind.

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Wolfgang Engler und Jana Hensel »Wer wir sind. Die Erfahrung, ostdeutsch zu sein« »Das Sprechen und Nachdenken über den Osten ist im Rest des Landes seit Pegida und der AfD wieder konzentrierter und nachdenklicher geworden«, sagt Jana Hensel. Vielleicht blüht im Westen im Moment aber auch das alte, nie ganz weg gewesene ressentimentgeladene Unverständnis den Ostdeutschen gegenüber wieder auf. Umso wichtiger ist dieses Buch Wer wir sind (Aufbau 2018) in Form eines Streitgesprächs, das Jana Hensel, 1976 in Leipzig geboren und 2002 mit Zonenkinder schlagartig bekannt geworden, jetzt gemeinsam mit dem Soziologen Wolfgang Engler, geboren 1952 in Dresden, vorlegt. Man könne hier, schreibt die taz, zweien, »die die Wahrheit weniger beanspruchen als suchen, beim Verfertigen der Gedanken, beim Probieren und Verwerfen von Ansichten zuhören.« Nach vielen Terminen in Ostdeutschland setzen Hensel und Engler ihr Gespräch erstmalig »im Rest des Landes« fort, moderiert von ZEIT-Redakteur Robert Pausch. Foto © Milena Schloesser

2019-01-14

ab 20:00 Uhr

Helene Hegemann »Bungalow«

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Helene Hegemann »Bungalow« 17 war sie, als sie wegen ihres Debüts Axolotl Roadkill als Wunderkind gefeiert wurde und gescholten: Helene Hegemann, mittlerweile 26, ist längst fest in der deutschen Literaturlandschaft verankert. »Mit ihrem brillanten dritten Roman zeigt sie, wie ein emanzipierter, queerer und feministischer Stil überkommene Stereotype aufbrechen kann«, urteilt Miriam Kid, Volontärin beim Deutschlandfunk, mit der Hegemann auf unsrer Bühne über Bungalow (Hanser Berlin 2018) spricht. Charlie und ihre alkoholkranke Mutter wohnen in einem hoffnungslosen Häuserblock, der direkt auf die Bungalows der Wohlhabenden blickt. Im Bewusstsein, zur niederen Kategorie Mensch zu gehören, packt sie die Faszination für eines der reichen Paare von der anderen Straßenseite, während sich im Hintergrund eine ökologische Katastrophe anbahnt und schließlich ein Krieg ausbricht … Foto © Urban Zintel

2019-01-18

ab 20:00 Uhr

Monika Rinck *WIRKSAME FIKTIONEN*

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Monika Rinck *WIRKSAME FIKTIONEN* Zwei Vorlesungen über Lyrik zwischen Fiction und Non-Fiction In der Reihe »Lichtenberg-Poetikvorlesung« »Wenn ich immer weiter geradeaus fahre«, schreibt Monika Rinck, »komme ich irgendwann ans Wasser. Oder ich komme an eine Grenze. Dort ändert sich das Land. ›A border, like race, is a cruel fiction‹, schreibt die Dichterin Wendy Trevino; eine Grenze, so wie eine Rasse, sei eine brutale Fiktion. Womöglich sind die Metaphern hier wirksamer als die Begriffe. ›Das kann nicht sein.‹ – ›Im Gegenteil: Das muss so sein.‹ Unter unrechten Bedingungen wird alles eins, es lässt sich nicht mehr unterscheiden. Jede Verwendung von Sprache richtet sich gegen den Unterlegenen. Und wieder steht alles auf der Grenze. Erneut hält alles an. Sie warten auf das Visum wie auf eine sehr wirksame Fiktion. Bevor es nicht da ist, geht nichts mehr weiter – abgesehen von diesem Leben. Das ist Realismus. Doch wie realistisch ist das Gedicht, zu Ende gedacht? Hat es am Ende irgendetwas zu sagen?« Am ersten Abend wird Christian Metz, Autor von Poetisch denken. Die Lyrik der Gegenwart (S. Fischer 2018), eine Laudatio auf Monika Rinck halten. Am zweiten laden wir im Anschluss zu einem Weinempfang. Foto © Gene Glover

2019-01-30

ab 20:00 Uhr

Nather Henafe Alali »Raum ohne Fenster«

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Nather Henafe Alali »Raum ohne Fenster« Als Nather Henafe Alali Anfang 2016 in Carolin Emckes Berliner Streitraum auftrat, wartete er bereits seit zwei Jahren darauf, sein in Syrien wegen seiner Inhaftierung abgebrochenes Zahnmedizinstudium fortsetzen zu dürfen. Jetzt kann er dies in Göttingen endlich tun. In der Zwischenzeit war Alali nicht nur weiterhin journalistisch unterwegs, u. a. für syrische Online-Medien und als Kolumnist für den SPIEGEL. Vor allem hat er einen ebenso ergreifenden wie widerständigen Roman geschrieben, der von Folter und Flucht, von Verlust und Erschöpfung erzählt. Raum ohne Fenster (S. Fischer 2018) ist ein hochemotionales und zugleich sehr klug komponiertes Debüt, das er zusammen mit Insa Wilke vorstellt. »Wie Frauen sind Städte beim ersten Kennenlernen unzugänglich«, behauptete Alali in einer seiner SPIEGEL-Kolumnen. »Sie zeigen einem, wie egal es ihnen ist, dass man da ist.« Zeigen wir ihm, dass das nicht immer stimmt! Foto © Michael Zargarinejad

2019-02-07

ab 20:00 Uhr

Tanjev Schultz »Der NSU-Prozess

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Tanjev Schultz »Der NSU-Prozess. Das Protokoll« »Das glaubt erst mal niemand«, schreibt die SZ: »Es gibt kein offizielles Protokoll des wichtigsten Prozesses seit der Wiedervereinigung. Keine Homepage (…), keine Tonaufnahme. Der Richter hat das abgelehnt.« Wie notwenig also, dass es diese Bücher gibt: Tanjev Schultz, Annette Ramelsberger, Wiebke Ramm und Rainer Stadler gehören zu den wenigen Journalist*innen, die Zutritt zum Gerichtssaal hatten, und sie haben an allen 437 Verhandlungstagen mitgeschrieben: Daraus ist ein umfangreiches Protokoll unterschiedlichster O-Töne entstanden, im fünfbändigen Konvolut Der NSU-Prozess (Kunstmann 2018) zusammengefasst: ein Gesamtbild von zehn Jahren Terror – und eine Tiefenbohrung in die Gesellschaft. Der mit zahlreichen Journalistenpreisen ausgezeichnete Tanjev Schultz, auch Autor von NSU. Der Terror von rechts und das Versagen des Staates (Droemer Knaur 2018), spricht mit Jens Meyer-Kovac. Es liest Florian Eppinger (DT). Foto © Journalistisches Seminar Mainz

2019-02-08

ab 20:00 Uhr

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Öffentliches Verfahrensverzeichnis

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